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Verkauf eines als Wohnsitz genutzten Gartenhauses ist steuerfrei

GartenhausWerden Grundstücke innerhalb von 10 Jahren wieder veräußert, unterliegt der hierbei erzielte Gewinn der Einkommensteuer. Maßgebend für die Berechnung der Frist ist dabei jeweils das Datum des notariellen Vertrages.

Ausgenommen von der Besteuerung werden allerdings Gebäude, die ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurden, wobei eine Selbstnutzung im Jahr der Veräußerung und in den beiden vorangegangenen Jahren bei einer zuvor erfolgten Vermietung ausreichend ist.

Unproblematisch ist dies bei einem klassischen selbstgenutzten Einfamilienhaus bzw. bei einer selbstgenutzten Eigentumswohnung. Aber auch eine ausschließlich selbstgenutzte Ferienwohnung kann steuerfrei veräußert werden. Dies hatte der Bundesfinanzhof bereits mit Urteil vom 27. Juni 2017 (Az. IX R 37/16) ausdrücklich entschieden. Voraussetzung ist aber, dass die Ferienwohnung in der übrigen Zeit nicht vermietet wurde.

Nunmehr hat der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 26. Oktober 2021 (Az. IX R 5/21) die Steuerfreiheit auch auf die Veräußerung eines selbstgenutzten Gartengrundstücks mit Wochenendhaus ausgeweitet. In dem Urteilsfall erwarb der Kläger für 60.000 € einen Grundstücksanteil, auf dem sich ein voll erschlossenes Wochenendhaus befand, dass baurechtlich aber nicht zum dauernden Wohnen genutzt werden durfte. Dennoch bewohnte der Kläger das Gartenhaus. Nach 5 Jahren verkaufte er das Objekt für 152.000 €. Das Finanzamt sah in der Differenz aus Kauf- und Verkaufspreis einen Gewinn aus einem privaten Veräußerungsgeschäft und unterwarf diesen der Einkommensteuer. Der Bundesfinanzhof erkannte die Selbstnutzung jedoch an. Nicht entscheidend war nach Ansicht der Richter, dass die dauerhafte Wohnnutzung baurechtlich nicht zulässig war.

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