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Steuerliche Änderungen ab 2019

  • Erhöhung der Freibeträge:

Zum 1. Januar 2019 steigt der Grundfreibetrag pro Person um 168 € auf dann 9.168 € an. Für Eheleute und eingetragene Lebenspartner, die zusammen zur Einkommensteuer veranlagt werden, verdoppelt sich der Freibetrag entsprechend auf 18.336 €. Weiterhin erfolgt eine Steuertarifänderung zum Ausgleich der sogenannten „kalten Progression“.

Auch der Unterhaltshöchstbetrag zur Unterstützung bedürftiger Personen steigt auf 9.168 €.

  • Anhebung von Kindergeld und Kinderfreibetrag:

Das Kindergeld steigt zum 1. Juli 2019 pro Kind um monatlich 10 € auf dann 204 € für das erste und zweite Kind bzw. auf 210 € für das dritte Kind und auf 235 € für jedes weitere Kind an. Der Kinderfreibetrag wird 2019 um jeweils 96 € pro Elternteil und Kind angehoben. Zusammen mit dem unveränderten Freibetrag für den Betreuungs- Erziehungs- und Ausbildungsbedarf von 2.640 € beträgt der jährliche Freibetrag pro Kind dann insgesamt 7.620 €.

  • Höherer Abzug von Rentenversicherungsbeiträgen:

Rentenversicherungsbeiträge können 2019 bis max. 24.305 € pro Person als Sonderausgaben berücksichtigt werden. Abzugsfähig sind die Beiträge dabei mit 88% (2%-Punkte mehr als im Vorjahr).

  • Besteuerungsanteil steigt für Neurentner an:

Personen, die 2019 in Rente gehen, müssen 78% ihrer Rente versteuern. Der steuerfreie Anteil von 22% wird dabei auf Grundlage des Rentenjahres 2020 berechnet und bleibt anschließend zeitlebens unverändert.

  • Faktorverfahren für zwei Jahre möglich:

Ehegatten und Lebenspartner können grundsätzlich zwischen den Steuerklassenkombinationen III/V und IV/IV wählen. Eine weitere Alternative ist die Wahl der Steuerklasse IV/IV mit Faktor. Diese bildet dabei die individuellen Verhältnisse am treffendsten ab, weil sie bei beiden Ehegatten oder Partnern auch die Vorteile der Zusammenveranlagung berücksichtigt. Das Faktorverfahren kann beim Wohnsitzfinanzamt mit dem Vordruck „Antrag auf Steuerklassenwechsel bei Ehegatten/Lebenspartnern" beantragt werden.

Erstmals ab dem Jahr 2019 ist der Faktor dann sogar zwei Jahre gültig.

  • Steuerfreies Jobticket:

Arbeitgeber können ihren Arbeitnehmern ab 2019 ein Jobticket steuerfrei zur Verfügung stellen (§ 3 Nr. 15 Einkommensteuergesetz). Kleiner Wermutstropfen ist allerdings, dass diese steuerfreie Leistung künftig beim Werbungskostenabzug auf die Entfernungspauschale angerechnet werden muss.

  • Steuerentlastung bei der Überlassung von Elektrofahrzeugen:

Wird einem Arbeitnehmer ein Fahrzeug zur Nutzung überlassen, ermäßigt sich bei Elektro- und Hybridelektrofahrzeugen ab 2019 der zu besteuernde geldwerte Vorteil. Sowohl der Nutzungsvorteil nach der 1%-Regelung für die Privatnutzung als auch der geldwerte Vorteil für die Fahrten zur Arbeit (0,03% vom Bruttolistenpreis x Kilometer der Entfernung) halbieren sich, da jeweils nur noch der halbe Bruttolistenpreis anzusetzen ist. Voraussetzung für die Halbierung des geldwerten Vorteils ist, dass das Elektro- bzw. Hybridelektrofahrzeug in der Zeit vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2021 angeschafft oder geleast wird.

  • Steuerfreie Fahrradgestellung:

Die private Nutzung eines vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten betrieblichen Fahrrads bzw. Elektrofahrrads ist ab 2019 steuerfrei (§ 3 Nr. 37 Einkommensteuergesetz).

  • Ehe für alle – rückwirkende Änderung von Steuerbescheiden:

Werden bestehende eingetragene Lebenspartnerschaften bis spätestens 31. Dezember 2019 in eine Ehe umgewandelt, können rückwirkend bis zum Beginn der Begründung der Lebenspartnerschaft auch bereits bestandskräftige Steuerbescheide der Lebenspartner geändert werden und es kann nachträglich eine Zusammenveranlagung erfolgen.

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