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Steueränderungen zum Jahreswechsel 2020/2021 – Teil 2

Wichtige Änderungen für Arbeitnehmer bei der Steuererklärung für 2020 und ab 2021

  • Erhöhung der Sätze für Verpflegungsmehraufwendungen:

Ab 2020 wurden die seit 2014 geltenden Sätze für Verpflegungsmehraufwendungen erstmals erhöht. Bei eintägigen Dienstreisen mit einer Abwesenheitszeit von mindestens 8 Stunden kann nunmehr ein Betrag von 14 € (bisher 12 €) geltend gemacht werden. Der gleiche Betrag gilt auch für den An- und Abreisetag einer mehrtägigen Dienstreise. Für die Zwischentage (Abwesenheitsdauer 24 Stunden) beträgt der Satz 28 € (bisher 24 €).

  • Übernachtungspauschale:

Erstmals ab 2020 wird eine Übernachtungspauschale von 8 € gewährt. Diese Pauschale kann von allen Arbeitnehmern geltend gemacht werden, die in ihrem Fahrzeug übernachten - in erster Linie trifft dies auf LKW-Fahrer zu. Die Pauschale von 8 € wird dabei für jeden Tag berücksichtigt, an dem ein Abzug von Verpflegungsmehraufwendungen möglich ist und damit nicht pro Übernachtung. Nach wie vor ist jedoch auch ein höherer Einzelnachweis möglich, dies dürfte jedoch in der Praxis die Ausnahme sein. 

  • Pauschale für Homeoffice:

Da im Jahr 2020 aufgrund der Corona-Pandemie viele Arbeitnehmer im Homeoffice gearbeitet haben und ein Kostenabzug bisher nur möglich gewesen wäre, wenn ein nahezu ausschließlich beruflich genutztes Arbeitszimmer vorliegen würde, wurde alternativ für die Jahre 2020 und 2021 eine Homeoffice-Pauschale von 5 € pro Tag und max. 600 € pro Jahr als Werbungskosten eingeführt. Dieser Betrag gilt für jeden Tag, an dem der Arbeitnehmer ausschließlich im Homeoffice gearbeitet hat. Weiter Voraussetzungen müssen nicht vorliegen. 

  • Erhöhung der Entfernungspauschale:

Ab 2021 erhöht sich die Entfernungspauschale ab dem 21. km auf 0,35 €. Für die ersten 20 km gilt weiterhin der Satz von 0,30 € je Entfernungskilometer.

  • Mobilitätsprämie:

Soweit sich die (erhöhte) Entfernungspauschale ab dem 21. Entfernungskilometer steuerlich nicht auswirkt, da das zu versteuernde Einkommen bei Arbeitnehmern z.B. unterhalb des Grundfreibetrags (9.744 €) liegt, kann ab 2021 eine Mobilitätsprämie von 14% beantragt werden. Profitieren werden hiervon insbesondere Auszubildende mit einem Weg zur Ausbildungsstätte von mehr als 20 km. Hier gibt es also Geld vom Finanzamt, auch wenn keine Steuer gezahlt wurde.

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