Keyvisual Karriere
mit dem lhf nie den
anschluss verpassen.

Steuerliche Hilfsmaßnahmen für Betroffene der Unwetter-Katastrophe

Gefährliches HochwasserDie Unwetter Mitte Juli haben insbesondere im Norden von Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfahlen zu beträchtlichen Schäden geführt. Für die Betroffenen wurden nun steuerliche Entlastungen beschlossen. Hierzu gehören u. a. folgende Maßnahmen:

  • Stundung, Vollstreckung sowie Vorauszahlungen

Wer unmittelbar und erheblich von Unwetterschäden betroffen ist, kann eine Stundung für zu zahlende Steuern erhalten. An die Stundungsanträge werden dabei keine strengen Anforderungen gestellt und im Regelfall wird auch auf Stundungszinsen verzichtet. Zudem wird eine Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommensteuer gewährt.

Von Vollstreckungsmaßnahmen soll abgesehen werden. Säumniszuschläge sind zu erlassen.

  • Nachweis von Spenden

Als Nachweis der Zuwendungen, die zur Hilfe in Katastrophenfällen auf ein Sonderkonto eingezahlt werden, genügt der Bareinzahlungsbeleg oder die Buchungsbestätigung (z. B. Kontoauszug).

  • Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

Für Aufwendungen zur Beseitigung von Schäden an Gebäuden und am Grund und Boden ist ohne nähere Prüfung der Werbungskostenabzug als Erhaltungsaufwand möglich, sofern der Betrag 70.000 € nicht übersteigt. Hierbei ist von den Gesamtkosten vor Abzug von Entschädigungen auszugehen.

  • Lohnsteuer

Beihilfen und Unterstützungen des Arbeitgebers an seine Arbeitnehmer können bis 600 € im Jahr steuerfrei geleistet werden. Höhere steuerfreie Unterstützungszahlungen erfordern einen besonderen Notfall. Dies wird im Regelfall zu bejahen sein.

Vom Arbeitgeber können auch steuerfreie Zinszuschüsse und Zinsvorteile bei Darlehen - unabhängig von der Laufzeit - zur Unterstützung seiner Arbeitnehmer gewährt werden.

Leisten Arbeitnehmer eine Arbeitslohnspende (Verzicht auf Teile des Arbeitslohns oder eines angesammelten Wertguthabens) zugunsten einer Beihilfe des Arbeitgebers an vom Hochwasser betroffene Arbeitnehmer oder zugunsten einer Zahlung auf ein Spendenkonto, dann stellen diese Lohnteile keinen steuerpflichtigen Arbeitslohn dar. Beim Arbeitnehmer entfällt dann allerdings ein zusätzlicher Spendenabzug.

  • Außergewöhnliche Belastungen

Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung oder die Beseitigung von Schäden an dem eigengenutzten Wohneigentum können als außergewöhnliche Belastung berücksichtigt werden.

Beratersuche

Über 250 Berater bundesweit sind für Sie da.

FAQ - Schnelle Antworten

Unsere schnellen Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Steuer Newsletter

Unser Newsletter bietet Ihnen regelmäßig zusätzliche wertvolle Tipps.