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Steuererklärungsfrist für 2018 erstmals bis Ende Juli verlängert

Blick auf die UhrFür die Einkommensteuererklärung 2018 gilt erstmals seit diesem Jahr die um zwei Monate verlängerte Abgabefrist. Wer also zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet ist, muss diese bis spätestens 31. Juli 2019 beim Finanzamt einreichen. Einige Bundesländer hatten diese Neuregelung allerdings im Vorgriff auch bereits für die Steuererklärung für 2017 angewendet, wobei die Fristverlängerung dabei zum Teil an Bedingungen (z.B. zwingende elektronische Abgabe) geknüpft war. Nunmehr gilt die Frist einheitlich in ganz Deutschland und zwar unabhängig von der Art der Erklärungsabgabe.

Soweit die Frist nicht eingehalten werden kann, kann allerdings auch ein formloser Fristverlängerungsantrag beim Finanzamt gestellt werden. Das Finanzamt wird dann bei einer entsprechenden Begründung (z.B. Arbeitsüberlastung, Krankheit etc.) im Einzelfall Fristverlängerung auch über den 31. Juli hinaus gewähren. Hiervon sollte auch Gebrauch gemacht werden, da andernfalls Verspätungszuschläge drohen, wobei eine zwingende Festsetzung von Verspätungszuschlägen erst bei einer Abgabe nach dem 2. März 2020 erfolgt.

Falls ein Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater mit der Erstellung der Steuererklärung beauftragt wird, verlängert sich die Frist automatisch bis zum 2. März 2020, wobei hierfür kein gesonderter Antrag erforderlich ist.

Die beschriebenen Fristen gelten allerdings nur für Personen, die zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet sind. Ist kein Pflichtveranlagungsgrund gegeben, muss keine Steuererklärung abgegeben werden. Aber auch hier kann es sich häufig lohnen, eine Steuererklärung freiwillig abzugeben. Es handelt sich dann um eine sogenannte Antragsveranlagung. Die Abgabe der Steuererklärung für 2018 kann in diesen Fällen zwar bis zum Ende des Jahres 2022 erfolgen (4 Jahre nach Ablauf des Veranlagungsjahres), aber so lange sollte keinesfalls gewartet werden, da hier ja regelmäßig eine Erstattung winkt.

Ob eine Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung besteht, ergibt sich aus dem Einkommensteuergesetz. Hier sind eine Vielzahl von Fallgestaltungen - auch für Arbeitnehmer - beschrieben. Im Zweifel sollte man den Rat eines Experten einholen, ob eine Abgabepflicht besteht oder nicht.

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