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Verbleibende Erhaltungsaufwendungen sind im Todesjahr zu berücksichtigen

Steuererklärungsformular wird ausgefülltErhaltungsaufwendungen stellen bei vermieteten Objekten grundsätzlich Werbungskosten dar und sind somit im Jahr der Zahlung steuerlich zu berücksichtigen. Abweichend hiervon kann der Vermieter größeren Erhaltungsaufwand auf Antrag auch gleichmäßig auf 2 bis 5 Jahre verteilen und damit ggf. eine Progressionsmilderung hinsichtlich des Steuersatzes erreichen. Voraussetzung ist, dass das Gebäude überwiegend Wohnzwecken dient.

Wird das Gebäude während des Verteilungszeitraums veräußert, ist der noch nicht berücksichtigte Teil des Erhaltungsaufwands im Jahr der Veräußerung als Werbungskosten abzusetzen. Wird die Immobilie verschenkt und vermietet der neue Eigentümer das Objekt weiterhin, kann dieser den Erhaltungsaufwand in dem restlichen Verteilungszeitraum (wie zuvor der Schenker) geltend machen. Dabei ist der Teil des Erhaltungsaufwands, der auf das Jahr des Eigentumswechsels entfällt, entsprechend der Besitzdauer aufzuteilen.

Streitig war nun, wie zu verfahren ist, wenn der Eigentümer innerhalb des Verteilungszeitraums verstirbt und der Erbe die Vermietung fortsetzt. Die Finanzverwaltung hatte dies entsprechend wie bei der Schenkung geregelt.

Zu Unrecht, wie der Bundesfinanzhof mit Urteil vom 10. November 2020 (Az. IX R 31/19) feststellte. Hiernach ist der noch nicht berücksichtigte Teil der Erhaltungsaufwendungen im Veranlagungsjahr des Versterbens in voller Höhe als Werbungskosten im Rahmen der Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung des Verstorbenen zu berücksichtigen. Die steuerliche Situation sei – so die Richter – im Todesfall vergleichbar mit einem Verkauf, bei dem auch der noch nicht berücksichtigte Teil des Erhaltungsaufwands in voller Höhe zu berücksichtigen sei. Eine ausdrückliche Regelung für die Überleitung von Erhaltungsaufwendungen nach dem Tod des Erblassers auf den Eigentümer existiere zwar nicht, der Verwaltungsauffassung fehle allerdings die erforderliche Rechtsgrundlage.

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