Keyvisual Karriere
mit dem lhf nie den
anschluss verpassen.

Haushaltsnahe Dienstleistungen in Höhe der zumutbaren Belastung

Altenpflegerin mit RentnerIst ein Steuerzahler krankheitsbedingt in einer Pflegeeinrichtung untergebracht, können die Aufwendungen dem Grunde nach als außergewöhnliche Belastungen anerkannt werden. Die entsprechenden Unterbringungskosten sind allerdings um eine geschätzte Haushaltsersparnis in Höhe des Unterhaltshöchstbetrages (für 2020 sind dies 9.408 €) sowie um eine zumutbare Belastung (abhängig von Familienstand und Anzahl der Kinder) zu kürzen.

Für Pflegeaufwendungen kann zudem die Steuerermäßigung für haushaltsnahe Leistungen in Höhe von 20 % der Aufwendungen in Anspruch genommen werden (§ 35a Abs. 2 Einkommensteuergesetz). Dieser Betrag wird dann direkt von der zu zahlenden Einkommensteuer in Abzug gebracht.

Der Bundesfinanzhof hat nun mit Urteil vom 16. Dezember 2020 (Az. VI R 46/18) entschieden, dass die Steuerermäßigung auch für die Inanspruchnahme von haushaltsnahen Dienstleistungen zu gewähren ist, die dem Grunde nach als außergewöhnliche Belastungen abziehbar, wegen der zumutbaren Belastung aber nicht als solche berücksichtigt worden sind.

Dies entspricht auch der Sicht der Finanzverwaltung, die im Übrigen zu Gunsten der Steuerbürger auch davon ausgeht, dass die zumutbare Belastung vorrangig auf die begünstigten Aufwendungen entfällt.

Nicht gefolgt sind die Richter allerdings der Ansicht des Klägers, dass auch in der Haushaltsersparnis dem Grunde nach Pflegeaufwendungen enthalten sind, für die ebenfalls die Steuerermäßigung nach § 35a Abs. 2 EStG zu berücksichtigen sei.

Beratersuche

Über 250 Berater bundesweit sind für Sie da.

FAQ - Schnelle Antworten

Unsere schnellen Antworten auf häufig gestellte Fragen.

Steuer-ABC

Unser Steuer-ABC erklärt Ihnen die wichtigsten Begriffe und Sparmöglichkeiten rund um Ihre Steuererklärung.