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Homeoffice-Pauschale – Teil 1

Schreibtisch im Home-OfficeDa aufgrund der Corona-Pandemie viele Arbeitnehmer*innen im Jahr 2020 und auch aktuell noch im Homeoffice gearbeitet haben bzw. arbeiten und ein Kostenabzug bisher nur möglich gewesen wäre, wenn ein nahezu ausschließlich beruflich genutztes Arbeitszimmer vorliegen würde, wurde alternativ für die Jahre 2020 und 2021 eine Homeoffice-Pauschale von 5 € pro Tag und max. 600 € pro Jahr eingeführt. Dieser Betrag gilt für jeden Tag, an dem der Arbeitnehmer ausschließlich im Homeoffice gearbeitet hat. Weitere Voraussetzungen müssen nicht vorliegen.  

In diesem Zusammenhang stellen sich verschiedene Fragen:

 

  • Ist eine Arbeitgeberbescheinigung über die Anzahl der Homeoffice-Tage notwendig?

Nein, eine Arbeitgeberbescheinigung ist nicht erforderlich. Aber natürlich müssen die Angaben plausibel sein und es müssen gegebenenfalls die Tage benannt werden, an denen man ausschließlich im Homeoffice gearbeitet hat. Hier genügen aber einfache Aufzeichnungen, es gibt keine bestimmten Formvorschriften.

Soweit sich die Angaben aus der elektronischen Zeiterfassung ergeben, ist dies ggf. eine gute Alternative zu handschriftlichen Aufzeichnungen.

  • Gilt die Pauschale nur an Werktagen oder auch am Wochenende?

Die Homeoffice-Pauschale wird nach dem Gesetzestext selbst dann gewährt, wenn der Arbeitnehmer zum Beispiel an einem Samstag oder Sonntag beruflich tätig ist.

Letztlich kommt es nur darauf an, dass er überhaupt im Homeoffice gearbeitet hat und der Arbeitsplatz im Betrieb nicht aufgesucht wurde.

Der Umfang der Tätigkeit spielt keine Rolle; theoretisch würden also ein oder zwei Stunden ausreichen, wobei das Finanzamt hier sicher genauer nachfragen wird und auch höhere Anforderungen an die Glaubhaftmachung gestellt werden. 

Andererseits ist ein Aufsuchen des Arbeitsplatzes schädlich und sei es auch nur, um die Post oder andere Unterlagen aus dem Büro zu holen. Hierfür wird dann aber natürlich die Entfernungspauschale berücksichtigt. 

Der Abzug der Entfernungspauschale schließt somit die Homeoffice-Pauschale für den gleichen Tag aus. Ein Wahlrecht besteht diesbezüglich nicht. Das Finanzamt wird also genau darauf achten, dass keine Doppelberücksichtigung erfolgt und die Tage für die Fahrten zur ersten Tätigkeitsstätte korrekt ermittelt werde

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