Homeoffice-Pauschale – Teil 2

Häusliches ArbeitszimmerHinsichtlich der für die Jahre 2020 und 2021 eingeführten Homeoffice-Pauschale stellen sich verschiedene Fragen:

  • Kann die Homeoffice-Pauschale auch bei einer doppelten Haushaltsführung geltend gemacht werden?

Ja, auch bei einer doppelten Haushaltsführung kann die Homeoffice-Pauschale geltend gemacht werden. Dies gilt unstreitig für eine Tätigkeit in der Wohnung am Lebensmittelpunkt. Aber auch wenn die Tätigkeit in der Wohnung am Arbeitsort ausgeübt wird, ist ein Abzug möglich, selbst wenn die gesamten Wohnungsaufwendungen bereits im Rahmen der doppelten Haushaltsführung steuerlich geltend gemacht wurden und es damit dem Grunde nach zu einer doppelten Berücksichtigung kommt. Da es sich um eine Pauschale handelt und keine tatsächlichen Aufwendungen nachgewiesen werden müssen, ist ein Abzug auch hier möglich. Zudem enthält das Gesetz diesbezüglich auch keine Einschränkung.

  • Kann der Arbeitgeber in Höhe der Homeoffice-Pauschale eine steuerfreie Erstattung durchführen?

Nein, dies wird das Finanzamt voraussichtlich ablehnen. Schon bisher wurde eine steuerfreie Erstattung von pauschalen Bürokostenzuschüssen abgelehnt. Hieran hat sich wohl auch nach Einführung der Homeoffice-Pauschale nichts geändert. Entsprechende Zahlungen würden somit zu steuerpflichtigem Arbeitslohn führen.

  • Ist ein Abzug der Homeoffice-Pauschale auch bei Arbeitslosigkeit bzw. während der Elternzeit möglich?

Dem Grund nach können auch während der Arbeitslosigkeit bzw. bei Elternzeit Werbungskosten geltend gemacht werden. Eine Einschränkung hinsichtlich der Homeoffice-Pauschale findet sich im Gesetz nicht. Arbeitnehmer*innen, die also während dieser Zeiten zu Hause arbeiten, können demnach ebenfalls die Pauschale in Anspruch nehmen und ggf. negative Einkünfte erzielen, die dann mit positiven Einkünften des anderen Ehegatten bzw. in kommenden Jahren mit eigenen positiven Einkünften verrechnet werden. In erster Linie dürfte dies zur Anwendung kommen, wenn auch während dieser Zeit Fortbildungen (insbesondere Online-Fortbildungen) absolviert werden.

Das Finanzamt wird aber sicher auch in diesen Fällen erhöhte Nachweisanforderungen stellen.

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